Einladung zu Vortrag "Zungenartikulation und Fingerkräfte beim Saxophon- und Klarinettenspiel" von Alex Hofmann

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Die AES Austria lädt Sie zu einem interessanten AES-Talk von Alex Hofmann vom Institute of Music Acoustics (IWK) ein.

Im Anschluss wird ein Committee-Meeting stattfinden!

"Zungenartikulation und Fingerkräfte beim Saxophon- und Klarinettenspiel"

Termin: Montag, 18.4.2016 um 18 Uhr

Ort: Seminarraum (M0107) vom IWK MDW, Gebäude M, Anton von Webern Platz 1, 1030 Wien

SaxophonistInnen und KlarinettistInnen benötigen jahrelanges Training um saubere Tonübergänge und flüssige Läufe im ausdrucksstarken Spiel erzeugen zu können. Während des Spielens haben sie unter anderem die Finger, die Atmung, den Lippendruck und für bestimmte Artikulationstechniken auch die Zungenbewegungen zu koordinieren. Saubere Artikulation, ohne Nebengeräusche erfordert sehr viel Übung, da für einige Artikulationstechniken die Zunge direkt das schwingende Blatt berührt. Der Fokus dieses Vortrags erläutert das Zusammenspiel von Zungenartikulation und Fingerkräften im Saxophon- und Klarinettenspiel. Dabei kommen neuartige Messmethoden zum Einsatz, die, in Zusammenarbeit mit der TU-Wien, eigens für dieses Forschungsprojekt entwickelt wurden. 

Modernste Messtechnik für Musikinstrumente am Institut für Wiener Klangstil

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Im Anschluss an die diesjährige Generalversammlung führte uns Institutsgründer Gregor Widholm zusammen mit Tatiana Statsenko durch die Labore des Instituts für Wiener Klangstil (IWK). Wir bekamen dabei Eindrücke von unterschiedlichsten Messapparaturen, die am IWK entwickelt wurden.

Gregor Widholm führte uns zunächst in den schalltoten Raum, der mittels radialen Mikrofonanordnungen zur Abstrahlungsanalyse von Instrumenten genutzt wird. Unter Kenntnis der Abstrahlungscharakteristiken können beispielsweise Mikrofonierungstechniken optimiert werden oder räumlich realistische Auralisierungen eines Instrumentes vorgenommen werden. Weiters erklärte uns Herr Widholm die Eingangsimpedanzmessung von Blechblasinstrumenten. Durch diese automatisierte Messprozedur können Rohrgeometrien akustisch optimiert und akustisch störende Rohrinnenflächen geortet werden. Fingerdruck- und Artikulationssensorik an Rohrblattinstrumeten wie Saxofon und Klarinette werden außerdem verwendet um den Einfluss bestimmter Artikulations- und Grifftechniken auf das Ansprechverhalten und die Klangqualität der Instrumente zu untersuchen. Abschließend zeigte uns Herr Widholm auch noch eine Vorrichtung zur Klanganalyse von Streichinstrumenten wie der Geige und erklärte uns, dass mit Hilfe modernster Messtechnik die sagenumwobenen alten Italiener namens Stradivari und Co heutzutage reproduziert werden können. Ob allerdings die reproduzierten Geigen auch nach Jahrzehnten noch identisch klingen, ist aufgrund der unterschiedlichen Alterungseigenschaften der Hölzer eher zu bezweifeln.

Wie die Geometrie einzelner Schwingungsmoden an diversen Instrumenten bestimmt werden kann, erklärte uns dann Tatiana Statsenko. Sie führte uns in die Welt der Laserinterferometrie ein und zeigte uns wie diese Technik zur dynamischen 3D-Oberflächenmodellierung verwendet werden kann. Dabei werden ein Laser mit einer Leistung von bis zu 5 Watt und eine Hochgeschwindigkeitskamera mit bis zu einer Million Bilder pro Sekunde verwendet. Anhand einer Trommel konnten wir die Entstehung von Schwingungsmoden beobachten und messen. Frau Statsenko hat uns ausführlich die Methodik erklärt und auch auf das Anwendungspotential für beliebige Schwingungsobjekte wie beispielsweise Maschinen hingewiesen.

Wir bedanken uns herzlich bei Tatiana Statsenko und Gregor Widholm für die sehr interessante Führung.  

AES-Talk von Karlheinz Brandenburg: "Auf der Suche nach der perfekten Illusion"

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Einladung zu Vortrag von Karlheinz Brandenburg

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Auf der Suche nach der perfekten Illusion

Die Suche nach der ultimativen Tonqualität gibt es seit den Anfängen der Tonaufzeichnung. Der Vortrag führt von den Grundlagen des menschlichen Hörens über neue Erkenntnisse zum Prozess des räumlichen Hörens bis zu innovativen Methoden der Klangwiedergabe mit Hilfe vieler Lautsprecher. Zentrale Fragen des Vortrags sind:

  • Wie hängt der gehörte Klang von unseren Erwartungen ab?
  • Welchen Einfluss hat der Wiedergaberaum auf mögliche Illusionen in der Schallwiedergabe?
  • Gibt es ein universelles räumliches Audioformat? MPEG-H ermöglicht 3D-Audio in allen Varianten (Kanäle, Objekte, Ambisonics, Lautsprecher- und Kopfhörerwiedergabe).

Prof. DDr. Karlheinz Brandenburg, Miterfinder des MP3-Verfahrens, ist Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie (IDMT) und Lehrstuhlinhaber für Elektronische Medientechnik an der TU Illmenau. Zahlreiche Patente, Auszeichnungen und Ehrungen krönen seine exzellente Karriere - müßig, ihn in Audiokreisen näher vorzustellen.

Termin: Freitag, 27.2.2015, 16:00 Uhr, 

Ort: Seminarraum, Institut für Schallforschung, Wohllebengasse 12-14, 1040 Wien

Die AES-Austria freut sich über zahlreiches Erscheinen zu diesem hochrangigen Vortrag!

Nachlese: Aktive Geräuschunterdrückung bei Kopfhörern

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Am Donnerstag, den 6. November 2014, fand in Wien eine Veranstaltung zum Thema "aktive Geräuschunterdrückung bei Kopfhörern" statt. Die Veranstaltung wurde von Peter Tiefenthaler und seinem Team in den Räumlichkeiten von AKG (Wien) durchgeführt.

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